Pressebericht: Michel Busch / Fränkischer Tag vom 25.11.2009

Reifenpanne mit dramatischen Folgen

Unfall  Verkehrschaos auf der A3 bei Höchstadt: Zwei Lkw rasen in einen stehenden Laster. Zahlreiche Gaffer riskieren weitere Unfälle auf der Gegenfahrbahn.

Eine Lasterfahrerin musste zwischen den Ausfahrten Höchstadt-Ost  und Erlangen-West wegen eines geplatzten Reifens auf den Standstreifen ausweichen. Das bekamen zwei weitere Fahrer zu spät mit.

     

Metallknäuel auf der Fahrbahn

Ein regelrechter Knäuel an Blech versperrte in den heutigen Morgenstunden die A3 zwischen den Ausfahrten Höchstadt-Ost und Erlangen-West in Fahrtrichtung Nürnberg. Nach ersten Angaben der Einsatzkräfte vor Ort musste eine Rother Lastwagenfahrerin wegen eines geplatzten Reifens auf den Standstreifen fahren. Ein hinter ihr fahrender Lastwagenführer erkannte die Situation zu spät, konnte nicht mehr ausweichen und kollidierte mit dem ersten Fahrzeug. Ein drittes Fahrzeug konnte ebenfalls nicht mehr ausweichen und schob die Fahrzeuge ineinander.

Totalschaden: Drei Lkw sind ineinander verkeilt.    Foto: Michael Busch

 
     

In die Fahrerkabine gebohrt

 

Dabei rutschte der zweite Wagen mit seinem Anhänger quer über die Fahrbahn und bohrte sich regelrecht mit der Fahrerkabine zwischen Zugmaschine und Anhänger des Lasters mit der Reifenpanne.

 
  Viele Wehren ausgerückt  
  Bei der Alarmierung der Feuerwehren aus Höchstadt, Erlangen-Stadt, Erlangen-Dechsendorf und Hessdorf hieß es zunächst, dass die Person des zweiten Lasters eingeklemmt und nicht mehr ansprechbar sei.  
 

Schutzengel im Einsatz

 
 

Die völlig deformierte Fahrerkabine ließ das Schlimmste befürchten. Doch wie viele Schutzengel in dieser Nacht im Einsatz waren, mochte keiner der Rettungskräfte zu schätzen. Der Fahrer war zwar schwerverletzt, mit massiven Verletzungen an den Beinen, hat aber keine lebensgefährlichen Verletzungen davongetragen.

 
 

Die Fahrerin des ersten Lasters kommt vermutlich mit einer Prellung davon, der dritte Fahrer konnte unverletzt aus seinem Fahrzeug entsteigen. Der Notarzt und die Rettungsassistenten kümmerten sich um den schwerverletzten Mann, um diesen dann in die Erlanger Uniklinik zu bringen.

 
  Verkehr wird umgeleitet  
  Der massive Feuerwehreinsatz war nötig, da Diesel und eine Art „flüssige Zuckermasse“ auf die Fahrbahn gelaufen sind. Die Aufräumarbeiten dürften nach ersten Erkenntnissen bis in den späten Vormittag hineindauern. Der Verkehr in Richtung Nürnberg wird ab der Ausfahrt Höchstadt umgeleitet.  
 

Gaffer riskieren weiteren Unfall

 
 

Auf der Gegenfahrbahn kam es im Laufe des Unfalls immer wieder zu waghalsigen Bremsmanövern und „Beinahe-Unfällen“, da Gaffer sich nicht mehr auf den Verkehr achteten, sondern auf die Unfallstelle starrten. Manche der im Stau stehenden Fahrer waren so dreist bis in die Unfallstelle hineinzulaufen. Erst die deutlichen „Bitten“ der Einsatzkräfte, konnte die Gaffer vertreiben.

 
     
Quelle: Fränkischer Tag - Nachrichten vom 25.11.2009
Pressebericht: Michael Busch
Foto: Michael Busch

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