Pressebericht: Klaus-Dieter Schreiter, Erlanger Nachrichten vom 24.09.2012  
Zu Besuch hoch oben auf der Drehleiter
7000 Gäste beim Tag der offenen Tür—Wenn die Feuerwehr zündelt: Küche wollte absolut nicht brennen
 

ERLANGEN — Regelrecht überrannt worden ist die Erlanger Feuerwehr am Tag der offenen Tür, der gestern auf den Hof der Hauptwache in der Äußeren Brucker Straße gelockt hat.

 

Dabei haben die Berufsfeuerwehrleute gemeinsam mit ihren ehrenamtlichen Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr den geschätzt gut 7000 Gästen die Schlagkraft der Truppe anhand von spektakulären Einsätzen eindrucksvoll demonstriert.

Mit der obligatorischen Modenschau begann die Feuerwehr ihr siebenstündiges Programm. Dabei gingen „Models“ mit ihren Spezialanzügen durch Feuer und Qualm, um zu zeigen, wie wirkungsvoll die für jeden Einsatzfall unterschiedliche Schutzkleidung ist.

Der Berufsfeuerwehrmann Josef Simon gab dazu detaillierte Erläuterungen, so dass die Besucher hernach beispielsweise wussten, dass ein Atemschutzträger abhängig von seiner Belastung 20 bis 40 Minuten Atemluft in seiner Pressluftflasche hat, und dass Chemieschutzanzüge rund 3000 Euro kosten und nach einem Einsatz reif für den Müll sind.

Heiß her ging es beim Tag der offenen Tür der Erlanger Feuerwehr: Wer wollte, durfte auch die Drehleiter hinaufsteigen — so wie diese Holländerin.   Foto: Klaus-Dieter Schreiter             

 

Die beiden Männer mit ihrer Absturzsicherung durften anschließend auf einen 25 Meter hohen Kran klettern, den die Firma Mauss extra für die Feuerwehr-Schau aufgebaut hatte. Aus luftiger Höhe musste nämlich ein Arbeiter frei hängend abgeseilt werden. Eine solche Höhenrettung wird normalerweise nur von den Nürnberger und Fürther Kollegen durchgeführt. Die Erlanger Wehr macht das ausschließlich in einem ganz akuten Notfall. Weil dann auch noch eine Betonplatte von einem Kran auf einen Pkw gefallen war, konnten anschließend Feuerwehr und Rotes Kreuz zeigen, wie sie Hand in Hand arbeiten, um die eingeklemmten „Verletzten“ zu versorgen und mit schwerem Gerät zu retten. Auch die Jugendfeuerwehr hatte eine kleine Show vorbereitet, wusste aber vorher nicht, dass ein Holzhaufen plötzlich durchzünden würde. Diesen überraschenden Einsatz meisterte sie ganz souverän. Dass auch im Haushalt Gefahren lauern, wurde ebenfalls eindrucksvoll gezeigt. Spraydosen wurden durch Hitze-Einwirkung sogar zu einer kleinen Bombe, und Magnesium brannte extrem gefährlich. Auch eine komplette Küche hatte die Feuerwehr auf den Hof gestellt und einen Fettbrand inszeniert. Weil die „Hausfrau“ den fälschlicherweise mit Wasser löschen wollte, gab es eine Explosion, die eigentlich alles in Brand setzen sollte. Doch die Möbel wollten da nicht mitmachen und brannten erst lichterloh, nachdem mit Brandbeschleuniger nachgeholfen wurde. Die meterhohen Flammen waren schnell gelöscht, doch wurde den Gästen schnell klar, wie groß Hitze und Rauchentwicklung dabei sind. Und weil die Feuerwehr manchmal auch Unterstützung benötigt, präsentierten sich während der Feuerwehr-Schau auch das THW und die Polizei. kds

 
 

 

 
     
 
QUELLE:  
PRESSEBERICHT:  Klaus-Dieter Schreiter, Erlanger Nachrichten vom 24.09.2012
PRESSEFOTO:  Klaus-Dieter Schreiter
 
 

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