Pressebericht: Michael Busch/ Fränkischer Tag - Nachrichten vom 11.08.2012  
 

Von wegen nur ein Strohfeuer

 
 

Einsatz Der glückliche Umstand, dass die Dechsendorfer Feuerwehr am Gerätehaus baut, verhinderte ein schlimmes Feuer im Ortskern. Es brannte zwar "nur" Stroh, doch es hätte zu einem schlimmen Feuer kommen können.

 

Es dauerte zwei Stunden bis die Garage vom Heu befreit war.       Foto: Michael Busch

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Gerade für Feuerwehrler trifft dieser Spruch im Besonderen zu. Die ehrenamtlichen Retter der Freiwilligen Feuerwehr mussten daran am Samstag, um kurz nach 10 Uhr denken. Seit einer Stunde waren diese damit beschäftigt vor dem Gerätehaus Pflastersteine zu entfernen, die Arbeiten an dieser Baustelle sollten um 12 Uhr fertig sein, erklärte der Kommandant Thomas Schneider.

Als kurz nach zehn Uhr allerdings eine Frau auf den Platz stürmte und rief: "Bei der Maria brennt's!", war es mit der Baustellenplanung vorbei.

     
 

Die Feuerwehrler ließen die Werkzeuge fallen und machten sich mit dem Löschfahrzeug auf dem Weg zum etwa 200 Meter entfernten Einsatzort.

 
 

Auf der kurzen Fahrt ließ der Kommandant über die Leitstelle die weiteren Kräfte in Dechsendorf sowie Einheiten aus Kosbach und der Ständigen Wache alarmieren.

 
 

Direkt am Einsatzort umnebelte bereits dichter Rauch den Brandort. Eingelagertes Heu in einer Garage war in Brand geraten. Die Flammen schlugen bereits meterhoch aus dem Tor. Dass die Einsatzkräfte in weniger als zwei Minuten reagieren konnten, stellte sich als Glücksfall heraus. Denn nur wenige Minuten später hätte das Feuer auf weitere Garagenabschnitte übergegriffen. Das unter Kiefern stehende Gebäude wurde mit zwei Atemschutzträgern aber sofort angegangen. Sie verhinderten das Übergreifen auf die Bäume und hielten die Flammen in Schach.

 
 

Diese schnelle Reaktion war aber noch nicht das Ende eines langen Einsatzes. Denn das eingelagerte Heu war bereits mit Glutnestern durchzogen. Mehrere Atemschutztrupps waren gut zwei Stunden damit beschäftigt, mit Hilfe eines Traktors, das Heu aus der Garage zu ziehen, um es abzulöschen. Das Heu selber wurde nach Kosbach gebracht und dort durch die nachalarmierte Wehr aus Kriegenbrunn nochmals kontrolliert.

 
 

Überrascht zeigten sich die Einsatzkräfte vom ruhigen Gemüt zweier auf dem Gelände untergebrachten Pferde. Diese waren lediglich am Anfang - vermutlich durch den Qualm - verängstigt in der Ecke gestanden, doch bereits nach wenigen Minuten widmeten sich ihren Trogen und dem darin befindlichen Futter.

 
 

Nach ersten Ermittlungen vor Ort, brach der Brand wohl durch "Flex-Arbeiten" aus. Funken hatten das trockene Stroh entzündet. Dieser kleine Funke hatte dann zu dem Einsatz von 50 Feuerwehrleuten geführt, zu der Sperrung der Straße und dem heißen Einsatz.

 
 

Ach ja, da waren noch die Pflasterarbeiten. Die wurden selbstverständlich auch noch erledigt. Nur mit dem Fertigsein am Mittag hat es nicht ganz geklappt.

 
     
 

 

 
 
QUELLE:  
PRESSEBERICHT: Michael Busch/ Fränkischer Tag- Nachrichten  vom 11.08.2012
PRESSEFOTO: Michael Busch
 
 

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