Pressebericht: Klaus-Dieter Schreiter / Erlanger Nachrichten vom 01.05.2012  
Holzhaus der Asgard-Pfadfinder ging in Flammen auf
Feuerwehr bekämpfte nachts fast eine Stunde lang den Brand —Schaden wird auf 100000 Euro geschätzt —Ein Spendenaufruf
  VON KLAUS-DIETER SCHREITER  
 

Das Heim der Pfadfinder vom Stamm Asgard" an der Kurt-Schumacher Straße ist in der Nacht von Sonntag auf Montag von einem Feuer vollständig zerstört worden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 100 000 Euro, aber für die Pfadfinder ist er schier unermesslich. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

 

ERLANGEN – Am Montagmorgen gegen 0.45 Uhr hatte ein Passant der Polizei über Notruf zunächst den Brand der Halle der Flugsportvereinigung Erlangen an der Kurt-Schumacher-Straße gemeldet. Als die alarmierte Feuerwehr am Einsatzort eintraf, brannten aber stattdessen das sich direkt daneben befindliche, komplett aus Holz gebaute Heim der Pfadfinder und die auf beiden Seiten angebauten Schuppen lichterloh.

 

 

 

Flammen schlagen meterhoch in den Himmel: Das Heim der Pfadfinder vom Stamm Asgard hat lichterloh gebrannt.                                                              PRESSEFOTO: Klaus-Dieter Schreiter

 

Zunächst mussten die Einsatzkräfte – die Erlanger Feuerwehr war mit zwei Löschzügen und einem zusätzlichen Tanklöschfahrzeug angerückt, und auch die Feuerwehr Kriegenbrunn war im Einsatz – das Tor zum Grundstück aufbrechen, auch ein Zugang zum angrenzenden Sportplatz wurde geschaffen.

  Von allen Seiten gelöscht  
  So konnte das Feuer von allen Seiten aus mehreren Rohren bekämpft werden. Es dauerte trotzdem fast eine Stunde, bis die Flammen weitestgehend gelöscht waren. Jedoch brannte es in der Isolierung des Daches und unter dem auf Fundamente gesetzten Holzhaus immer weiter; auch die Rauchentwicklung war nach wie vor enorm, so dass die gesamte Oststadt verqualmt war. Erst gegen drei Uhr war das Feuer komplett aus. Um an die Glutnester zu kommen, wurde die Holzbohlenwand mit Motorsägen aufgeschnitten und auch das Dach von der Drehleiter aus geöffnet, denn in das Gebäude konnten die Kräfte wegen der Einsturzgefahr nicht vordringen. Weil die Hitze-Entwicklung so groß war, mussten die Löschfahrzeuge weiter entfernt vom Brandherd parken. Auch einige Wohnwagen und Bootsanhänger, die auf dem Platz der Flugsportvereinigung abgestellt waren, wurden durch die enorme Hitze doch erheblich beschädigt. Die Kurt-Schumacher-Straße war für den gesamten Verkehr gesperrt worden, weil neben den Feuerwehrfahrzeugen auch der Rettungsdienst und Notärzte dort parkten. Die Feuerwehr hatte auf dem nahen Obi-Parkplatz eine Versorgungsstation für die rund 40 eingesetzten Kräfte eingerichtet. Dort war auch der Abrollbehälter mit zusätzlichen Atemschutzgeräten abgestellt, aus dem die Löschtrupps mit Nachschub für den schweren Atemschutz versorgt wurden.  
 

Völlig erschüttert

 
  Vor Ort war auch der Asgard-Pfadfinder und Stadtrat Helmut Wening. Er sagte völlig erschüttert, er habe das Gelände erst gegen 21 Uhr verlassen, und zu dem Zeitpunkt sei niemand mehr dort und noch alles in Ordnung gewesen. Weshalb das Feuer so heftig gewütet hat, konnte auch er sich nicht erklären. 15 Jahre lang hatten die Pfadfinder das Blockhaus aufgebaut und eingerichtet. In dem Haus sind laut Wening auch sämtliche Utensilien für die heutige Rädli gelagert gewesen. Das Gelände der Pfadfinder ist traditionell eine beliebte Station auf dieser Fahrradtour durch die Stadt. Am Morgen nach dem verheerenden Brand wurde das ganze Ausmaß des Dramas sichtbar. Die HolzbohlenWände sind stark verkohlt, und auch im Innenraum ist alles verbrannt. Klavier, Schreibtisch, Stereoanlage und Möbel sind ein Raub der Flammen geworden, das Haus muss nun abgebrochen werden.  
  Brandursache noch unbekannt  
 

Die Erlanger Feuerwehr räumte noch bis etwa zehn Uhr den Brandschutt weg, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass jemand in dem Feuer umgekommen war. Das ist aber glücklicherweise nicht der Fall. Auch Oberbürgermeister Siegfried Balleis machte sich am Morgen ein Bild von dem Ausmaß der Zerstörung. Die Brandursache ist laut Polizei noch nicht bekannt. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Erlangen geführt. Durch das Feuer ist der Pfadfinderstamm „Asgard" nun in eine finanziellen Misere geraten.

 

 

 
   

Das Pfadfinderheim an der Kurt-Schumacher-Straße ist in der Nacht von Sonntag auf Montag vom Feuer vollständig zerstört worden.                          PRESSEFOTO: Klaus-Dieter Schreiter

 
  Denn trotz der vorhandenen Feuerversicherung, so vermutet jedenfalls der Bildungsreferent der Pfadfinder, Christoph Bichler, könnte der Schaden eventuell nicht komplett von der Feuerversicherung getragen werden. Deswegen hat der Förderverein einen Spendenaufruf gestartet. Die Kontoverbindung für die dringend benötigten Spenden lautet: Förderverein BdP Stamm Asgard, Sparkasse Erlangen (BLZ 76350000), Konto-Nummer: 37547.  
     
     
 
QUELLE:  
PRESSEBERICHT:  Klaus-Dieter Schreiter  / Erlanger Nachrichten vom 01.05.2012
PRESSEFOTOS:  Klaus-Dieter Schreiter
 
 

(Startseite)                                   (Presseberichte 2012)                             (Alarmierungen 2012)

© Freiwillige Feuerwehr Erlangen-Stadt 2012