Pressebericht: Klaus-Dieter Schreiter, Erlanger Nachrichten vom 05.08.2011  
  Beißender Qualm über dem Büchenbacher Ortskern  
Vermutlich explodierten Elektrobikes, die über Nacht geladen wurden, in einem Fahrradgeschäft — Rund 50000 Euro Schaden
 

ERLANGEN  - Die Explosion von Akkus an Elektrorädern hat vermutlich gestern am frühen Morgen im Stadtteil Büchenbach zu einem Brand in einem Fahrradfachgeschäft geführt. Verletzt worden ist glücklicherweise niemand, der Sachschaden ist jedoch erheblich.

 

Explosion bei einem Fahrrad-Geschäft in Büchenbach. Als die Feuerwehr eintraf war zunächst nur leichte Rauchentwicklung festzustellen. Nachdem aber die Eingangstür aufgebrochen worden war, drang dichter, beißender Rauch aus dem Verkaufsraum. Der Brandherd lag gleich hinterm Schaufenster, dort wurden zahlreiche Räder zerstört, auch der Gebäudeschaden ist erheblich.                                  Foto: Klaus-Dieter  Schreiter

Um 1.40 Uhr am gestrigen Morgen wurde die Integrierte Leitstelle in Nürnberg durch einen Notruf von einem Handy aus darüber informiert, dass es beim Fahrrad-Schreiber in der Dorfstraße Erlangen-Büchenbach eine Explosion gegeben habe. Daraufhin wurden die Ständige Wache in der Äußeren Brucker Straße und die Freiwillige Feuerwehr Büchenbach alarmiert. Die Sirenen waren im gesamten Stadtwesten zu hören. Auch etliche Notarztwagen rasten zum Brandort.

Nur gut fünf Minuten nach dem Alarm waren die ersten Feuerwehren am Einsatzort, konnten zunächst aber nur eine leichte Rauchentwicklung feststellen. Jedoch machte sich auf dem Flachdach eines Anbaus ein Mann bemerkbar, der über dem Geschäft wohnt. Er wurde von den Einsatzkräften mit der Steckleiter gerettet, während ein anderer Trupp die Eingangstür mit Sperrwerkzeugen öffnete.

  Brandherd lokalisiert  
 

Nachdem das gelungen war, drang dichter, beißender Qualm aus dem Laden. Er legte sich über den gesamten alten Ortskern, und es roch überall nach verbranntem Gummi. Mit schwerem Atemschutz kämpften sich die Kräfte durch das Dunkel in dem Verkaufsraum vor und lokalisierten den Brandherd schnell im vorderen Bereich zwischen den Fahrrädern.

 
     
 
 

Dort brannten mehrere Drahtesel. In den Reifen, Sätteln und Lacken hatten die Flammen reichlich Nahrung gefunden. Um an das Feuer zu gelangen, mussten zunächst einige Fahrräder beiseite geräumt und nach draußen geschleppt werden. Die Flammen waren dann zwar schnell gelöscht, aber etliche Zweiräder waren vernichtet oder stark beschädigt worden.

 
 

Auch am Gebäude entstand erheblicher Sachschaden. Zudem wurden durch die enorme Rauchentwicklung der gesamte Verkaufsraum und die nagelneuen Fahrräder ziemlich stark verrußt.

 
 

Später schleppten die Einsatzkräfte die zerstörten Fahrräder nach draußen und suchten mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern, die dann noch abgelöscht wurden.

 
 

Erst gegen drei Uhr war der Einsatz beendet. Nach ersten Ermittlungen der Polizei dürfte der Brand durch die Explosion von so genannten Elektrobikes verursacht worden ist, die über Nacht geladen wurden. Die Polizei schätzt den gesamten Schaden auf rund 50000 Euro.

 
     
     
     

Foto: Klaus-Dieter  Schreiter

   
 
 

 

 
 
QUELLE:  
PRESSEBERICHT: Klaus-Dieter Schreiter , Erlanger Nachrichten  vom 05.08.2011
PRESSEFOTOS: Klaus-Dieter Schreiter
 
 

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